Ausrüstung für die Hundearbeit

Einen Jagdgebrauchshund als Hundeführer auf Gesellschaftsjagden zu führen ist eine Materialschlacht. Mit GPS-Gerät, Sauenschutzausrüstung und Fangschusswaffe landet man schnell bei Kosten im X000-stelligem Bereich. Auf dieser Seite soll die typische Ausrüstung eines Hundeführers auf Drückjagden und Nachsuchen mal vorgestellt werden.

Ausrüstung für den Jagdhund

Im “6-Pfotenteam” dreht sich primär erst einmal alles um den Hund, daher wird mit der Ausrüstung des Hundes angefangen.

Ausrüstung Jagdhund

  1. GPS-Halsung
    • Sowohl für die Drückjagd als auch Nachsuche essentiell.
  2. Sauenschutzweste
    • Für die Jagd auf Schwarzwild pflicht.
  3. Schweißriemen und Schweißhalsung
    • Für die Nachsuche: ob man eine Schweißhalsung verwendet, Hundegeschirr oder eine Befestigung an der Sauenschutzweste ist eigentlich egal.
  4. Halsband und Führleine
Ausrüstung des Nachsuchenführers

Ein Nachsuchenführer hat geringfügig andere Anforderungen an die Ausrüstung als der Störberhundeführer. Es lohnt sich also, diese gesondert voneinander zu betrachten.

    1. Sauenschutzhose oder -Beinlinge
      • Bei jeder Nachsuche auf Schwarzwild (oder wenn unklar ist, was man sucht) unbedingt zu tragen.
      • Auf Grund der idR. kürzeren Strecken kann man auch zum schweren Modell mit Schlagschutz greifen.
    2. Signaljacke
      • Leuchtende Farben, idealerweise mit gelben und blauen Anteilen.
      • Anstatt dem obligatorischem Cappy ist ein Forstschutzhelm oft sehr angenehm.
    3. Langwaffe mit geeignetem Gewehrriemen und Kaliber
    4. Kopfbedeckung / Cappy, Helm
      • Leuchtende Farben, idealerweise mit gelben und blauen Anteilen.
      • Farben verblassen, da die Mütze für schmales Geld zu haben ist, sollte sie jedes Jagdjahr ausgetauscht werden
      • Ein Forstschutzhelm mit Visier ist gerade im Mais sehr angenehm
    5. Handschuhe
    6. Ausrüstungsgürtel (Sorgt für eine schnelle Verfügbarkeit von Messer, Erste Hilfe und Sonstigem), mit:
Ausrüstung des Stöberhundeführers

Als Hundeführer im Treiben ist man drei bis vier Stunden intensiv im Einsatz. Die Anforderungen an die Ausrüstung unterscheiden sich im vgl. zur Nachsuche durchaus: die Waffe kann “einfacher” gestrickt sein, die Kleidung anders geschnitten etc.pp.

  1. Sauenschutzhose oder -Beinlinge
    • Bei uns in der Hundegruppe setzen sich Beinlinge durch, diese sind einfach praktischer im häufigen, aber intensiven Gebrauch.
  2. Signaljacke, Kopfbedeckung und Handschuhe
  3. Langwaffe mit geeignetem Gewehrriemen und Kaliber
  4. Ausrüstungsgürtel mit:
  5. (Wasserfester Block mit Stift)
  6. Saufeder (optional anstatt Abfangmesser)
  7. Robustes Schuhwerk
Tipps für Anfänger

Jeder (Glücklicher) fängt einmal mit seinem ersten Jagdhund an und falls das Interesse besteht, schnuppert auch mal in die Bereiche der Stöber- und Schweißarbeit hinein. Viele bleiben dann dabei, die Freude den eigenen Hund bei der Arbeit zu sehen, der Nervenkitzel, die körperliche Herausforderung und nicht zu letzt das unerreichte Band zwischen Hund und Hundeführer begeistern die Meisten sehr schnell. Bevor man jetzt anfängt viel Geld in Ausrüstung zu investieren, lohnt es sich ein paar Tipps zu befolgen:

  1. Praxis ist viel wichtiger als teure Ausrüstung.
    • Lieber viermal ins Schießkino als die teure Jacke vom Edelausstatter.
    • Oft mit auf Jagd zu gehen hilft, die persönlichen Anforderungen zu klären und festzustellen, worauf es am Ende ankommt.
  2. Sicherheit geht vor.
    • Oft gesehen: mit einer R8 herumlaufen, aber billigste Teilmantel-Munition verwenden. Das geht garnicht!
    • Zu erst die Sauenschutzweste und -Hose, dann über die Anschaffung einer Fangschusswaffe nachdenken.
    • Eine Kurzwaffe braucht, außer bei der Baujagd, kein Hundeführer. Um eine Kurzwaffe ausreichend zu verstehen und zu beherrschen, muss man erstmal 10.000 Schuss “üben”.
  3. Lesen und informieren, aber eigene Meinungen bilden.
    • Es gibt wenig Bereiche, die so heftig von Marketing geprägt sind wie die Jagd. Um die Waffe oder Hose zu verkaufen wird der Kunde nahezu beliebig veralbert. Bei der Jagdhundearbeit muss die Ausrüstung funktionieren!
    • Die Marotte Nr. 1 in der Jägerschaft: jeder hat grundsätzlich Recht. Holt Ratschläge ein, aber sortiert diese rigoros aus.
Ausrüstungsreviews

Reviews zur Ausrüstung die innerhalb der Gruppe verwendet wird oder verwendet wurde findet ihr im nachfolgenden Link in übersichtlicher Form:

Ausrüstungsreviews